Bunte Vogelhäuschen in einem Straßenbaum über Cafétischen im Rathausquartier

Sommergärten 2026: Wie die Zum-Felde-Quartiere grüner wurden

Teichlandschaft, Blütenringe und 600 bunte Häuschen in den Bäumen: Für Hamburgs Sommergärten 2026 haben wir die drei Zum-Felde-Quartiere gestaltet – mit Begrünung, Sitzplätzen und Schatten mitten in der Innenstadt. Bilder: Caroline Bleicken

Von der Teichlandschaft an den Hohen Bleichen bis zu den Häuschen in den Bäumen des Rathausquartiers

Vom 7. Juli bis 18. August 2026 haben neun Quartiere der Hamburger Innenstadt bei Hamburgs Sommergärten mitgemacht. Die Sommergärten verbinden Begrünung und Gestaltung mit Sitzplätzen und Schatten. So entstehen zusätzliche Orte zum Verweilen, und die Quartiere werden für Besucherinnen und Besucher attraktiver. Die Zum Felde BID Projektgesellschaft betreut als Aufgabenträgerin das Passagenviertel und die Hohen Bleichen mit dem Heuberg. Neu hinzugekommen war in diesem Jahr das Rathausquartier, ebenfalls ein Zum-Felde-Quartier. Für alle drei haben wir die Gestaltungen entwickelt und umgesetzt.

Hohe Bleichen – Heuberg: ein Teich zwischen den Geschäften

Wer im Juli in die Hohen Bleichen einbog, stand plötzlich vor einem Teich. Für die Teichlandschaft haben wir Pflanzen gewählt, die man eher an einem Ufer erwarten würde als in einer Einkaufsstraße. Heimische Erlen und Birken standen neben Paulownien mit ihren großen, herzförmigen Blättern und einem japanischen Ahorn, an Weinstöcken rankte Efeu. Davor blühten Rispenhortensien mit großen weißen Blütenständen, dazwischen wuchsen Farne und blaugraue Gräser, ergänzt durch Katzenminze, Amaranth und Schmucklilien. Ein schmaler Weg aus Rindenmulch führte zu einer Holzbank unter den Paulownien, und in den grün-weiß gestreiften Liegestühlen hatte man die Straße im Rücken und vor sich nur Grün. Rund 650 Pflanzen waren es allein am Teich, dazu kamen 80 Lavendel.

Liegestühle und weiße Rispenhortensien an der Teichlandschaft in den Hohen Bleichen, Hamburgs Sommergärten 2026
Blumenturm mit violetten, pinkfarbenen und weißen Blüten vor einer Altbaufassade in den Hohen Bleichen
Pastellfarbene Lampions in Grün, Orange, Rosa und Weiß in einem Kirschbaum in den Hohen Bleichen

Auch entlang der Straße war der Sommer zu sehen. 15 Blumentürme mit je rund 54 Pflanzen begleiteten den Weg durch das Quartier. Petunien und Geranien hingen in dichten Kaskaden über den Rand, Verbenen und Bergminze zogen Bienen an. Darüber hingen 150 Lampions in Pastelltönen in den Kirschbäumen, von Apricot und Koralle bis Mint und Weiß. Sie setzten bunte Akzente im Laub und verbanden die Gestaltung am Boden mit den Baumkronen.

Blühender Blumenturm und Pastell-Lampions in den Kirschbäumen der Hohen Bleichen
Gelbe Holzbank an einem Weg aus Rindenmulch zwischen Bäumen, Farnen und Gräsern in den Hohen Bleichen

Passagenviertel: aufeinander abgestimmt vom Boden bis in den Luftraum

Im Passagenviertel spielte die Gestaltung auf mehreren Ebenen. Am Boden standen 20 Blumentürme mit je rund 36 Pflanzen. Hängende Geranien in Pink, Petunien in Magenta und Weiß sowie Verbenen und Bergminze ließen sie in kräftigen Pink- und Weißtönen blühen. Darüber hingen an Stahlseilen drei Überspannungen mit je fünf Blütenringen. Die schmalen, hellen Metallreifen waren nur zum Teil mit pinkfarbenen und weißen Blüten bewachsen. Durch den offenen Rest des Kreises sah man auf die hohen Bogenfenster der Kontorhäuser, und weil die Ringe in unterschiedlicher Höhe hingen, ergab sich von jedem Standort ein anderes Bild.

Blütenringe an Stahlseilen über der Straße vor der Fassade mit dem Schriftzug Passagenviertel
Blütenkugel über der Straße und Blütenschaukel vor dem Hanseviertel im Passagenviertel
Blumenturm mit pinkfarbenen Geranien vor einer Backsteinfassade im Passagenviertel

An anderer Stelle schwebte die beliebte Blütenkugel über der Straße. Rote und rosafarbene Blüten saßen eng an eng mit weißen Blütendolden, dazwischen große grüne Blätter, und an der Unterseite hingen Ranken herab. Wer wollte, setzte sich für ein Foto auf die Blütenschaukel. Türme, Ringe und Kugel griffen dieselben Pink-, Rosa- und Weißtöne auf. So wanderte der Blick vom Blumenturm auf Augenhöhe über die Ringe bis zur Kugel hoch über der Straße. Rund 3.500 Pflanzen wurden für die Elemente im Luftraum einzeln eingesetzt, dazu kamen rund 720 Pflanzen in den Blumentürmen.

Mit pinkfarbenen und weißen Blüten bewachsene Ringe an Stahlseilen vor blauem Himmel im Passagenviertel
Blütenkugel über der Straße, im Vordergrund ein blühender Blumenturm im Passagenviertel

Rathausquartier: Häuschen in den Baumkronen

Das Rathausquartier war 2026 zum ersten Mal dabei, und die Gestaltung dort erschloss sich oft erst beim zweiten Hinsehen. In 31 Bäumen hingen 600 kleine Häuschen. Sie waren gebaut wie Vogelhäuser, mit dunklem Satteldach und winzigen Sprossenfenstern, und in sieben Farben gestrichen, darunter Türkis, Lila, Apricot und Gelb. Unter den Bäumen standen zum Teil die Tische und Markisen der Cafés, sodass die Gäste die Häuschen direkt über sich hatten. Wer eines entdeckt hatte, suchte automatisch nach dem nächsten.

Farbige Häuschen mit Satteldach in einem Baum im Rathausquartier, Hamburgs Sommergärten 2026
Bunte Häuschen in einem Baum und Pflanzkübel vor einer Fassade im Rathausquartier
Pflanzkübel mit Holzbank unter einem Baum vor historischen Fassaden im Rathausquartier

Bei den Sitzbänken standen 20 anthrazitfarbene Pflanzkübel mit einem Meter Durchmesser. Salbei und Lavendel blühten darin in Violett, der Blutweiderich streckte seine pinkfarbenen Blütenähren nach oben, und Gräser lockerten die Pflanzung auf. So entstanden grüne Plätze zum Ausruhen mitten im Quartier. Die rund 350 Pflanzen waren so ausgewählt, dass Insekten über den ganzen Sommer Nahrung fanden.

Häuschen in einem Straßenbaum über den Cafétischen im Rathausquartier
Pflanzgefäße mit Salbei, Lavendel und Gräsern vor historischen Fassaden im Rathausquartier

In den drei Quartieren standen damit rund 6.000 Pflanzen, die 80 Lavendel an den Hohen Bleichen nicht mitgerechnet. Jede einzelne wurde von Hand gesetzt und über die ganzen sechs Wochen gepflegt.

Pastellfarbene Lampions in den Kirschbäumen der Hohen Bleichen
Blütenkugel aus roten und rosafarbenen Blüten vor einer Backsteinfassade im Passagenviertel

EIN DANKESCHÖN ZUM ABSCHLUSS

Wir danken der Zum Felde BID Projektgesellschaft, den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern der drei BIDs, dem Bezirksamt Hamburg-Mitte, dem Polizeikommissariat 14 und allen weiteren Beteiligten für die Zusammenarbeit.

Foto: Caroline Bleicken

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