Ein Rückblick auf unsere Gestaltungen, entwickelt gemeinsam mit den BIDs
Wer in diesem Sommer von der Dammtorstraße bis an die Binnenalster durch die Innenstadt ging, kam an sechs sehr unterschiedlichen Gärten vorbei. Mal hing die Gestaltung hoch über der Straße, mal stand sie zwischen den Schaufenstern, und an jedem Ort blühte etwas anderes.
Vom 7. Juli bis 18. August 2026 haben neun Quartiere der Hamburger Innenstadt bei den Hamburger Sommergärten mitgemacht. Für die sechs, die die Otto Wulff Placemaking GmbH als Aufgabenträgerin betreut, hat luminar gemeinsam mit den BIDs eigene Gestaltungskonzepte entwickelt und umgesetzt.
Dammtorstraße: Papel Picado
Über der Dammtorstraße hing „Papel Picado luminar“, ein 11 × 11 Meter großes Farbrad aus über 1.000 Flaggen nach mexikanischem Vorbild. Durch die ausgeschnittenen Muster fiel Licht, und auf der Straße entstanden wechselnde Schatten.
Am Straßenrand standen 13 Blumentürme, und vier Sitzbereiche lagen unter Zieräpfeln und Spitzahorn.
Quartier Gänsemarkt: die Blumengans
Ein paar Schritte weiter stand wieder die rund 3,5 Meter hohe Blumengans. Ihr Körper war mit einer Sedummatte aus niedrigen Fetthennen begrünt, auf den Flügeln saßen pinkfarbene Nelken dicht an dicht.
Um sie herum standen 32 Blumentürme, aus denen violette und weiße Petunien in Kaskaden herabhingen.
Neuer Wall: Schafe zwischen den Boutiquen
Zwischen den Schaufenstern der Luxusboutiquen rechnete niemand mit Schafen. 25 Blumenschafe standen am Neuen Wall, jedes 1,20 Meter groß und mit 50 Hortensien bepflanzt. Auf dem Bürgermeister-Petersen-Platz wuchs rund um eine Containerbar ein kleiner Stadtdschungel aus Monstera und Farnen.
Nikolai Quartier: unser Highlight
Im Nikolai Quartier lohnte sich der Blick nach oben. Zwischen den Sandsteinfassaden hingen acht Luftraumskulpturen mit dem Titel „Lichtreflexionen“, im Schnitt 2,65 Meter groß. Es waren Ikosaeder, geometrische Körper aus zwanzig dreieckigen Flächen. Ihre durchscheinenden Flächen schillerten und wechselten je nach Blickwinkel von Himmelblau zu Violett. Gleichzeitig spiegelten sich darin Fenster und Ornamente der Nachbarhäuser, sodass sich mit jedem Schritt ein anderes Bild ergab. Vor der Handelskammer standen geschwungene Holzbänke unter cremefarbenen Sonnensegeln, umgeben von Wiesensalbei und Witwenblume.
Mönckebergstraße: Hortensien in Keramikvasen
Auf der Mönckebergstraße setzte die Gestaltung bewusst auf eine einzige Pflanze. 90 schlanke, schwarze Keramikvasen mit hellblauen Hortensien standen einzeln vor den Backsteinfassaden, und Vase für Vase begleitete das Blau den Weg.
Ballindamm: Lampions an der Binnenalster
Am Ende des Weges hingen rund 2.000 Lampions in den Bäumen an der Binnenalster. Am Abend, wenn die Sonne tief über dem Wasser stand, leuchteten sie von hinten auf. Auf der Häuserseite spendeten sieben Sitzinseln mit Blutbuchen Schatten, und auf den Mittelinseln der Straße blühten 2.625 Fleißige Lieschen in großen runden Schalen.
Gut 11.000 Pflanzen in sechs Quartieren
Ein Teil der Pflanzen kam aus der Region: Die Hortensien an der Mönckebergstraße und die Gräser am Neuen Wall wurden rund um Hamburg im Freiland gezogen. Viele Arten, etwa Bergminze, Wiesensalbei oder Sedum, boten Bienen und Hummeln Nahrung. An heißen Tagen spendeten Bäume und Sonnensegel Schatten über den Sitzplätzen. Jede Pflanze wurde von Hand gesetzt und sechs Wochen lang gepflegt.
Das außergewöhnliche Projekt zeigt, was entstehen kann, wenn viele Akteurinnen und Akteure gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Die Sommergärten wurden von den Besucherinnen und Besuchern rege genutzt – und wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr.
EIN DANKESCHÖN ZUM ABSCHLUSS
Wir danken der Otto Wulff Placemaking GmbH, den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern, dem Bezirksamt Hamburg-Mitte, Constantin PR, Alsterleben sowie dem Polizeikommissariat 14 und allen weiteren Beteiligten für die Zusammenarbeit.
Foto: Caroline Bleicken

